Silas Hanisch's Web-Blog

Das Judentum und Jesaja 53

Viele von uns kennen sicherlich Jesaja 53,

ich möchte hier daraus kurz zitieren:

„Er wuchs auf vor ihm wie ein Schößling, wie ein Wurzelsproß aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht.Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht.Fürwahr, er hat unsere Krankheit (od. unsere Leiden) getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn.Er wurde mißhandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut…“

Worte die wir wohl nur zu gut kennen und mit unseren Herrn und Erlöser indentifizieren: Jesus Christus, ER hat die Leiden für uns getragen – ER hat unsere schuld getragen.

Für einen Juden stellen sich diese Verse etwas anders dar, und zwar sehen sie im „Leidenden Gottesknecht“ das jüdische Volk. Warum?

Ein jüdischer Gelehrter las diese Zeilen aus Jesaja 53 zu einer ganz bestimmten Zeit.

Es war der erste (deutsche) Kreuzzug. Sehr viele Juden wurden getötet, darunter auch

sehr viele Deutsche. Dieser Gelehrte kam nun deswegen darauf, das der „Leidende Gottes-

knecht“ in Jesaja 53 wohl das jüdische Volk sein muss.

Diese Auslegung ist bis heute bei den Juden zu finden. Doch eigentlich ist tatsächlich Jeschua gemeint: der verheißene Erlöser.

Wir sollten für die Juden beten, damit sie wirklich sehen was hinter dem Versen aus Jesaja 53 steckt, damit sie erkennen könne, was Jesus damals auch für sie am Kreuz getan als ER sagte:

„Es ist vollbracht !“

1. September 2008 Verfasst von silashanisch | Judentum, Kirchengeschichte | , , | Noch keine Kommentare