Silas Hanisch's Web-Blog

Hingabe oder Interesse ?!

Soeben habe ich folgenden Satz von Saint-Exupery gelesen:

„Eine Gemeinschaft ist nicht die Summe von Interessen, sondern die Summe an Hingabe!“

Ich glaube, dieser Satz kann uns im Blick auf unser Leben und unsere Gemeinde(n) zu denken geben. Geht es uns um das Interesse, dass Interesse den Laden am laufen zu halten. Oder sind wir an Jesus hingegeben, leben wir mit unserem Leben Hingabe, zeigen wir durch diese Hingabe unsere Liebe zu Gott? Ich glaube es lohnt sich, mal drüber nachzudenken. Bist du interessiert oder hin und weg, sprich hingegeben? SInd wir tatsächlich Gemeinschaft?!

Lasst uns zu einer hingegebenen Gemeinschaft werden, so wie sich Jesus an uns verschenkt und hingegeben hat.

24. November 2009 Verfasst von silashanisch | Gemeinde | , , , , , , | Noch keine Kommentare

Da ist da noch die Sache mit der Kirche…

was ist das eigentlich und was suche ich in der Kirche, – was ist „Kirche“ eigentlich?

Muss ich in ein bestimmtes Gebäude gehen, um Gott zu begegnen, wie die Juden in den Tempel gehen mussten? Ich gehe also in die Kirche, doch treffe ich dort auf Gott? Vermutlich nicht, denn das Kirchengebäude ist (nach dem Neuen Testament)  kein mystischer Ort, an welchem Gott wohnt.

Kirche beudeutet im Sinne der Bibel etwas ganz anderes: Es kommt aus dem griechischen und heißt dort „ecclesia“ und bedeutet „Die Gemeinschaft der Gläubigen“.  Jeder Gläubige gehört zu dieser weltweiten Gemeinde und Familie, und nicht nur der welcher einer bestimmten Konffession angehört, sondern jeder, der durch die Wiedergeburt von Gott verändert und erneuert wurde. Die Bibel nennt das „eine neue Kreatur“. Diese sind wir durch Christus geworden – wir sind neu geworden.

Wenn Menschen im Namen von Jesus zusammen kommen, wird diese Gemeinde (diese Kirche) sichtbar. Und Gott hat gesagt, der er dort in ihrer Mitte sein will. Dort, wo sich Menschen treffen um Gott bewusst zu begegnen und um Gottesdienst zu feiern, wird er mitten unter diesen Menschen, unter uns, sein. Gott ist dabei. Dabei kommt es nicht auf den Tag oder die Uhrzeit an, also das wo und das wann an, sondern das man sich trifft, das ist das entscheidende.

Doch sehen wir uns nun einmal in Deutschland und Europa um, e gibt so viele Kirchen und Gemeindegruppierungen, welche sind die Richtigen und kann man überhaupt sagen, dass es „die Richtigen“ gibt? Und hier muss man sagen: Nein, man kann nicht sagen das es „die Richtigen“ gibt.  Wenn man also auf der Suche nach eine Kirche oder Gemeinde ist, sollte man sich fragen: „Wird dort Gottes Wort und nur Gottes Wort verkündet, steht die Bibel an erste Stelle und wird für wahr genommen?“ Das ist der erste und auch wohl entscheidenste Punkt, wenn es darum geht eine Gemeinde zu suchen. Und: Jede Gemeinde sollte bestrebet sein, die Bibel beim Wort zu nehmen und deren Inhalte zu predigen und zu verteidigen.

Wenn man jetzt fragt „Gibt es denn Kirchen, die es mit Jesus und der Bibel nicht so genau nehmen?“ Muss man sagen: Ja. Und der eine oder andere hat das sicherlich schon festgestellt.  Es geht in diesen Kirchen und Gemeinden mehr um „formelles Christentum“ statt in einer lebendigen „Beziehung mit Gott“ zu leben und die Menschen dazu zu ermuntern und aufzufordern.

Gibt es Merkmale einer guten Kirche / Gemeinde?   Pauschal kann man soetwas nicht sagen, aber doch möchte ich Tipps / Anregungen geben:

1) Wie gut ist der Gottesdienst besucht? Ist nichts los, wird auch wohl inhaltlich nichts los sein, jedoch Vorsicht: unbedingt in diesen Fall eine eigene Meinung bilden und den GoDi einmal besuchen und die Sache aus bibl. Sicht bewerten

2) Spürt man Freude und Begeisterung? Oder wirkt es eher wie ein aufgesetztes Programm und man macht das alles zur „Pflichterfüllung“? Ist Gottes Heiliger Geist spürbar? (JA, man kann das spüren :-) )

3) Sind viele verschiedene Menschen am Gottesdienst beteiligt oder ist es eine Art „Priestermesse“ oder „One-man-Show“? Es sollten möglichst viele Menschen an der Gottesdienstgestaltung beteiligt sein.

4) Kann ich mit jemanden persönlich Reden, bei eventuellen Fragen? Gibt es event. sogar einen Seelsorger etc?

5) Herrscht Offenheit und Ehrlichkeit untereinander? Wie gehen die Menschen miteinander um? Kümmert man sich um alte und kranke Menschen? Betet man füreinander?

6) Wie steht es um die Predigten? Sind sie inhaltl Wertvoll und aus der Bibel heraus? Hat der Pastor / Prediger Kenntniss aber auch charakterliche Kompetenz? Geben die Ältesten der Gemeinde Weisung, Lehre, Anleitung, etc…

Ich wünsche jeden, eine biblisch-orientierte Gemeinde zu haben, in welcher echte Liebe, Offenheit, Ehrlichkeit, etc zu finden ist. Wir brauchen solche Gemeinden. Es gibt nichts schöneres, als eine solche Gemeinschaft zu erleben.

6. September 2008 Verfasst von silashanisch | Evangelisation & Mission, Gemischtes, Kirchengeschichte | , , , , | Noch keine Kommentare

Ich lobe Gott so…

…weil ich IHN kenne und erfahren habe.

Deswegen kann ich meinen Lobpreis auch nicht genau definieren, es ist das persönliche mit drinn, was  ich mit Gott erfahren habe – wo Er sich mir gezeigt hat – wo Er Wunder getan hat. Dafür preise ich Gott.

Maria ist da mit ihrem Lobpreis für Gott ein echtes Vorbild für mich. Ihren Lobpreis finden wir in Lukas  1, 46 – 55: „…Meine Seele staunt über die Größe des Herrn und mein Geust freut sich über Gott, meinen Retter. Seiner geringsten Sklavin hat Er Beachtung geschenkt. Noch künftige Generationen werden mein Glück preisen. Heilig ist der Mächtige, der Großes an mir getan hat. Sein Erbarmen gilt jedem, der sich Ihm unterstellt, in jeder Generation. Hoch hebt er seinen Gewaltigen Arm und fegt die Hochmütigen weg. Mächtige stürzt er vom Thron und Gringe setzt er darauf. Hungrige macht er mit guten Dingen satt und Reiche schickt er mit leeren Händen fort, und Israel, sein Kind, nimmt Er selbst an die Hand und schenkt ihm seine Barmherzigkeit,…“

So ist Gott – so hat es Maria erfahren. Und ich erfahre genau so Gotte Gnade und Barmherzigkeit.  Auch ich kenne die Versprechen Gottes und möchte sie mehr und mehr kennen lernen, seine Verheißungen verstehen .

Und daran möchte ich festhalten:  An Gott, meinen Retter.

Hand

4. September 2008 Verfasst von silashanisch | Gemischtes, Theologie | , , , , | Noch keine Kommentare

Abschaffung der Bedeutung des Kreuzes

In den vergangenen Jahren musste ich leider etwas feststellen:

Viele evangelische Theologen sehen nicht die Notwendigkeit des Todes von Jesus Christus bzw. lehnen diese Notwendigkeit sogar vollkommen ab. So zum Beispiel der ehem. Fernsehpfarrer Fliege oder auch Pfarrer Gorski.

Ich habe neulich eine seiner Predigten einmal genauer gelesen und war erschüttert. Es war eine Karfreitagspredigt zu Ostern 2006. Es ging um den Tod von Jesus, aber irgendwie auch nicht darum. Zumindest wurde der Sinn hinter Jesu Tod für falsch erklärt.

Gorski sagt, das die Vorstellung, das Jesus für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist, vielen Menschen zu schaffen macht. Weiterhin sagt er dann, dass man sich auch von dieser Vorstellung lösen kann, da sie so nicht zutreffend ist.

Er berichtet von einer Begebenheit, wo er mit einem Kind am Altar steht, wo ein Kreuz drauf gestellt ist, an welchem Jesus hängt. Das Kind sagt dann: „Warum hat Gott das gemacht? Das tut doch weh!“

Gorski sagt dann wortwörtlich:

Ein einfaches Kind bringt die Ungeheuerlichkeit einer theologischen Behauptung auf den Punkt:
Das kann doch nicht sein, dass Gott jemandem wehgetan hat, und noch dazu seinem Sohn. Und warum soll das nötig sein, damit Gott uns vergibt? Warum kann er das nicht auch anders? Als ob Gott einem über ihm stehenden Gesetz gehorchen muss, das ihm vorschreibt, wie Versöhnung zu geschehen hat. Versöhnung kann doch auch einfach aus Liebe und in einem Akt zu Zuwendung geschehen.

Weiter in der Predigt spricht Gorski weiter von der Lösung der Vorstellung des Todes von Jesus für / wegen unsere Sünden.

Gorski sagt weiter:

Der Tod Jesu war nicht notwendig, damit Gott sich mit uns versöhnt und uns vergibt. Die Behauptung einer solchen Notwendigkeit ist eines der größten Missverständnisse der christlichen Geschichte.“

Ich frage mich ehrlich: wie kann ein ordinierter Theologe in der EKD so etwas sagen? Wei kann man derartiges Behaupten und Christus auf diese Art und Weise beleidigen?

Wie kann man ein solches „Verbrechen“ begehen? Das frage ich mich wirklich.

Angekündigte Prophezeiungen aus dem Alten Testament, die Worte des Täufers Johannes „Siehe das Lamm Gottes, welches die Sünden der Welt trägt, Selbstaussagen Jesu über seinen Tod und überhaupt der Gesamtbiblische Kontext wird vollkommen außer Acht gelassen.

Passion Christi

Passion Christi

Es tut mir weh, solche Predigten zu lesen und zu hören (gerade dann, wenn ich mir dieses Bild ansehe…), geschweige denn sie anderen Christen zuzumuten. Man kann nur hoffen, dass niemand auf einen derartigen Unsinn hinein fällt.

31. August 2008 Verfasst von silashanisch | Gemischtes, Theologie | , , | 1 Kommentar